in Trägerschaft des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben e.V., gegründet 1825

23. April 2020

Maskenpflicht - für alle
Maskenpflicht - für alle

Am 1. Mai ist es soweit - wir öffnen das Museum wieder!

Selbstverständlich achten wir dabei auf die Gesundheit der Besucher und auf unsere eigene - deshalb gilt:

* Maskenpflicht

* Desinfektionspflicht

* Abstandspflicht

Auch können wir nicht alle Ausstellungsräume öffnen, einige sind einfach zu klein.

Aber die schon lange angekündigte Sonderausstellung "Imkerei im Wandel der Zeit" wird offen sein und im großen Saal kann man Objekte sehen, die sonst im Depot lagern - und es ist genügend Platz, um einander auszuweichen!

Wer noch überlegt, was auf dem gestrigen Foto zu sehen war, der kann dann in der Sonderausstellung das Objekt in voller Größe bestaunen - nämlich eine historische Honigschleudern aus der Gründerzeit.

22. April 2020

Was ist denn das?
Was ist denn das?

Nanu, was ist denn das?

Die Lösung gibt es morgen.

Bis dahin ein kleiner Tipp: Ich habe den Schnappschuss in der Sonderausstellung gemacht ...

Welche Sonderausstellung?

Imkerei im Wandel der Zeit - am 1. Mai ist es soweit ...

21. April 2020

Fördermittelantrag für das Programm
Fördermittelantrag für das Programm "Soforthilfe Heimatmuseen"

Arbeit im Museum - ist nicht nur Museumsarbeit, sondern auch viel "Verwaltungskram", damit die Museumsarbeit laufen kann.

Zum Beispiel:

Fördermittelanträge stellen und hoffen, dass sie bewilligt werden. Gerade in Corona-Zeiten, wo Einnahmen wegfallen und Spenden ausbleiben, muss jede Fördermöglichkeit genutzt werden.

Unser Museum braucht dringend Insektenschutz an die Fenster. Denn Stoßlüften ist in einem denkmalgeschützten Gebäude wie unserem wichtig. Dabei müssen jedoch Insekten und andere Schädlinge draußen bleiben. Die alte Insektengaze war in die Jahre gekommen und verschlissen. Doch Investitionen sind momentan für kleine Häuser ein Risiko. Gut dass es das neue Förderprogramm "Soforthilfe für Heimatmuseen im ländlichen Raum" gibt.

Übrigens:

Wer unser Museum unterstützen will, kann das mit einer Mitgliedschaft im "Freundeskreis Museum Reichenfels", der Teil des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben ist, tun. Der gesamte Mitgliedsbeitrag geht in den Museumshaushalt ein und ist damit eine Hilfe - für die Arbeit im Museum.

17. April 2020

Mühlstein im Burghof Reichenfels
Mühlstein im Burghof Reichenfels

In einer Ecke des Burghofes in Reichenfels lehnt auch dieser große alte Mühlstein. Er gehört zum Lapidarium des Museums. Immer wenn ich an ihm vorbeilaufe, muss ich an den Spruch denken: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Für uns ist das heute ein Sprichwort. Früher war es ein Rechtsspruch. Er steht so geschrieben im Sachsenspiegel, dem ältesten Rechtsbuch in deutscher Sprache, entstanden zwischen 1220 und 1235.
Auf der Grundlage des Sachsenspiegels wurde in Deutschland, wie auch in Mittel- und Osteuropa, Recht gesprochen bis zur Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches im Jahre 1900. Schöpfer des Sachsenspiegels war Eike von Repgow (1180 bis 1235). Nach dem ersten prächtigen Exemplar gab es viele Nachdrucke, die mit weiteren Anmerkungen und Auslegungen zur Rechtsprechung versehen waren.
Und natürlich hat auch der Vogtländische Altertumsforschende Verein zu Hohenleuben in seiner Bibliothek ein solches Exemplar. Es ist ein Nachdruck aus dem Jahre 1545, gedruckt zu Leipzig durch Nicolaus Wolrab, in deutscher und lateinischer Sprache und mit vielen handschriftlichen Randnotizen seines damaligen Besitzers versehen.

Beeindruckend!

Zeit müsste man haben …

16. April 2020

Ausschnitt aus einem Katalog für Imkereibedarf um 1910
Ausschnitt aus einem Katalog für Imkereibedarf um 1910

Eine bahnbrechende Erfindung

Der österreichische Major Franz von Hruschka (1813–1888) erfand die Honigschleuder und stellte 1865 das Gerät bei einer Wanderversammlung der Imker in Brünn der Öffentlichkeit vor. Das war für die weitere Entwicklung der Imkerei eine bahnbrechende Erfindung, denn nun konnte man den wertvollen Honig ernten ohne die Waben zerstören zu müssen.

Ob wir in unserer Sonderausstellung zur Imkerei auch Honigschleudern zeigen? Lassen Sie sich überraschen ...

15. April 2020

Historische Bienenbehausungen
Historische Bienenbehausungen

Nicht nur draußen summen die Bienen ...

sondern auch im Museum. Denn die neue Sonderausstellung "Imkerei im Wandel der Zeit" spricht alle Sinne an.

Letzte Handgriffe sind noch zu erledigen - Texte schreiben, Bilder aufhängen - und dann ist sie fertig.

Lassen Sie sich überraschen und besuchen Sie uns, wenn das Museum wieder geöffnet ist!

09. April 2020

"Museum" an der Tür

Schöne Ostern

Gerne hätten wir über die Osterfeiertage unser Museum geöffnet und unsere neue Sonderausstellung "Imkerei im Wandel der Zeit" präsentiert - gerade jetzt, wo die Natur erwacht und die Bienen fliegen ...

Doch Corona macht auch erfinderisch - also machen wir "Museum" an der Tür und zeigen Ihnen österliche Werbeanzeigen und Karikaturen aus unserer Hohenleubener Zeitungs- und Kalendersammlung.

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und bleiben Sie gesund!

 

08. April 2020

Ute Lukasch, MdL, überbringt Ende Februar den Scheck der ALTERNATIVE 54 e.V.
Ute Lukasch, MdL, überbringt Ende Februar den Scheck der ALTERNATIVE 54 e.V.

DANKE ...
Heute soll an dieser Stelle all denen gedankt werden, die als Sponsoren, private Spender oder „öffentliche Geldgeber“ zum Erhalt des Museums Reichenfels – ob regelmäßig oder einmalig – beitragen:
• DANKE an die Stadt Hohenleuben für den jährlichen Zuschuss
• DANKE an die Sparkassenstiftung Gera-Greiz für einen Scheck in Höhe von 2.000 € (2019)
• DANKE an die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert für Lottomittel in Höhe von 3.000 € (2019)
• DANKE an die Staatskanzlei Thüringen für Fördermittel in 2019 und auch wieder in 2020
• DANKE an den Landkreis Greiz für Fördermittel aus dem Kulturfonds für Veranstaltungen in 2019 und 2020
• DANKE an die ALTERNATIVE 54 e.V. für einen Scheck in Höhe von 400 €
• DANKE an unsere Sponsoren, die uns als Freundeskreismitglieder jährlich mit höheren Beträgen als dem Mitgliedsbeitrag unterstützen, u.a. die Bauerfeind AG Zeulenroda
• DANKE an unsere Sponsoringgemeinschaft, der neben weiteren Zeha Berlin Schuh Design mit Geschäftsführer Alexander Barré angehört
• DANKE an alle Freundeskreismitglieder, die durch ihren Mitgliedsbeitrag das Museum unterstützen
• DANKE an alle VAVH-Mitglieder, die mit 5 € vom Mitgliedsbeitrag das Museum unterstützen
• DANKE an alle Mitglieder und Freunde, die uns jedes Jahr zu Weihnachten spenden
• DANKE an alle Jubilare, die sich anstatt Geburtstagsgeschenke Spenden an unser Museum wünschen ...

! DANKE !

07. April 2020

Post für Vereins- und Freundeskreismitglieder
Post für Vereins- und Freundeskreismitglieder

Osterpost
Der enge Kontakt zu den Mitgliedern des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins und des Freundeskreises des Museums Reichenfels ist uns wichtig. Denn hier erfahren wir auch finanzielle Unterstützung bei besonderen Vorhaben, wie zuletzt dem Ankauf des spätbarocken Schwebeengels. Gerade jetzt, wo das Museum geschlossen ist und alle Veranstaltungen bis auf weiteres abgesagt werden müssen, fehlt der persönliche Kontakt. Deshalb erhalten alle Mitglieder vor Ostern noch einen Brief aus dem Museum. Knapp 100 Briefe gingen heute zur Post und weitere 25 werden in Hohenleuben und Brückla in den nächsten Tagen verteilt.
Gerade auch dieser persönliche Kontakt macht bei uns 195 Jahre Vereinstradition aus.
Wenn auch Sie Mitglied in einem der ältesten deutschen Geschichtsvereine werden wollen oder als Freundeskreismitglied das Museum Reichenfels mit seinen einmaligen Sammlungen unterstützen möchten dann melden Sie sich bei uns. Wir freuen uns über Zuwachs!

05. April 2020

Lapidarium am Museum Reichenfels
Lapidarium am Museum Reichenfels

Bei einem Spaziergang nach Reichenfels gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel das

Lapidarium am Museumsgebäude


Friedrich Wilhelm Trebge ist es zu verdanken, dass verwahrloste, herausgerissene und nicht mehr an ihrem Platz befindliche Grenz-, Gemarkungs- und Flursteine der Umgebung gesichert wurden und als Sammlungsobjekte in den 1980er Jahren Eingang in das Museum in Form eines Lapidariums fanden. Andere Steine, die an ihrem ursprünglichen Ort noch sicheren Stand hatten, wurden katalogisiert.
Wer sich mit solchen steinernen Relikten beschäftigt, taucht ein in die faszinierende Geschichte der Vermessung und der Grenzsteine. Im Museumshop (zurzeit versenden wir auch!) gibt es dazu entsprechende Literatur:
Studien zu Grenzsteinen in Ostthüringen (herausgegeben von Andreas Hummel – Mitglied im VAVH und im Auftrag des Vereins), 2017, Beiheft zum Jahrbuch Nr. 62
Früher gab es empfindliche Strafen wenn jemand einen Grenzstein versetzte oder entfernte.
Heute sind die historischen Zeugen geschützte Bodendenkmale. Wer von einem gefährdeten Stein Kenntnis hat, der melde es im Museum Reichenfels.

03. April 2020

Schädelfragment mit altem Inventarisierungsetikett
Schädelfragment mit altem Inventarisierungsetikett

Überraschende Entdeckung
Das interessanteste an einem Museum sind doch immer noch seine Depots. Denn nicht alles kann ausgestellt werden und so schlummert manch kleines Schätzchen (fast) vergessen in der hintersten Ecke der oftmals übervollen Räume. Das ist in unserem Museum nicht anders. Zumal die Mitglieder des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins gleich nach der Gründung 1825 mit dem Sammeln, Graben und Forschen begonnen haben. Jedes Objekt wurde nach der Reihenfolge seines Einganges nummeriert und in einem Sammlungskatalog vermerkt. 50 Jahre später entsprach diese Katalogisierung nicht mehr den Erfordernissen der Zeit. Der Geraer Robert Eisel, Heimatforscher, Volkskundler und Mitglied im Altertumsforschenden Verein, sowie ab 1878 erster Museumsleiter in Gera, widmete sich von 1875 bis 1880 der wissenschaftlichen Neuinventarisierung und Neuaufstellung des Sammlungsbestandes in Reichenfels. Und so findet man heute noch auf älteren Sammlungsobjekten seine mit winziger akkurater Schrift versehenen Etiketten mit roten Nummern für ausländische Herkunft, grün für einheimische und weiß für unbestimmte Herkunft.
Ich habe im Naturkunde-/Geologiedepot auch so ein kleines „Schätzchen“ entdeckt: Ein Schädelfragment einer ausgestorbenen Hausrind-Rasse, dem bos frondosus, gefunden im Torfmoor bei Ranis – mit dem alten Etikett von Robert Eisel und der Nummer 1062 …

02. April 2020

Für die Inventarisierung muss jeder Stein genau bestimmt werden.
Für die Inventarisierung muss jeder Stein genau bestimmt werden.

Die geologische Sammlung des Museums Reichenfels umfasst ca. 2000 inventarisierte Objekte.

Doch es sind bei weitem noch nicht alle Gesteine und Mineralien erfasst. Sammlungen, die als Schenkung an das Museum gingen, oder einzelne Funde der letzten Jahre/Jahrzehnte müssen noch aufgenommen werden.

Das Problem dabei: Wurden die Objekte nicht bereits vom Vorbesitzer beschriftet, müssen sie erst noch bestimmt werden. Dazu braucht es geologisches Fachwissen.

Unterstützt werde ich bei dieser Arbeit vom Hohenleubener Edelsteinschleifer Stephan Quosdorf, dessen Schmuckerzeugnisse und geologische Raritäten wir exklusiv in unserem Museumsshop anbieten.

Lieber Stephan, vielen Dank für Deine Hilfe!